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Klimaneutral an den Edersee

Für alle, denen Nachhaltigkeit und Umweltschutz wichtig ist!

Klimaneutrale An- und Abreise

Auf freiwilliger Basis können unsere Gäste, die ihren Urlaub in der Region Edersee auf dem Buchungsportal der Internetseiten www.edersee.com buchen, die CO2 Emissionen ihrer An- und Abreise an den Edersee ausgleichen. Nach dem Abschluss der Unterkunftsbuchung könnt ihr den Klimarechner der Klimapatenschaft GmbH nutzen. Bei der Berechnung werden neben der zurückgelegten Strecke auch das benutzte Verkehrsmittel und die Anzahl der reisenden Personen berücksichtigt. Im Anschluss bekommt ihr von der Klimapatenschaft GmbH per E-Mail eine Rechnung, die ihr bequem über viele der üblichen Zahlungswege begleichen könnt. 

Welche Rolle spielt CO2 in der Atmosphäre?

© Klimapatenschaft GmbH

Neben Sauerstoff, Stickstoff und zahlreichen Edelgasen ist Kohlendioxid (CO2) ein natürlicher Bestandteil der Luft. Für das Klima auf unserer Erde spielt das CO2 allerdings eine entscheidende Rolle, auch wenn es nur einen kleinen Anteil der Erdatmosphäre ausmacht. Das in der Atmosphäre vorhandenen CO2 reflektiert einen Teil der von der Erde abgestrahlten Wärmestrahlung wieder auf die Erde zurück. Normalerweise würde diese Wärmeenergie in das Weltall entweichen. Dies führt zu einem Treibhauseffekt, einer fortschreitenden Aufheizung der Atmosphäre.

Auf der Erde ist sehr viel CO2 in den Gewässern und in fossilen Lagerstätten, wie Kohle, Erdöl und Erdgas gespeichert. Die Nutzung dieser fossilen Energieträger durch die Menschheit in den letzten Jahrhunderten überführte sehr viel CO2 in die Atmosphäre. Dort wird das CO2 allerdings nicht abgebaut, so dass mit steigenden CO2-Werten auch immer mehr Wärme zurückgestrahlt wird. Dies führt unweigerlich zu einer stetigen Erwärmung der Erdatmosphäre. Auf der Erde kann CO2 nur in Gewässern gebunden oder durch die Photosynthese der Pflanzen abgebaut werden. Neben der starken Freisetzung von CO2 aus fossilen Brennstoffen hat die Menschheit allerdings auch durch die weltweite Abholzung von Wäldern den natürlichen Abbau von CO2 durch Pflanzen eingeschränkt. Die Wärmeenergie der Erde kann somit nicht mehr in das Weltall entweichen und das Klima auf der Erde wird immer wärmer. Um diesen Klimawandel zu verlangsamen, muss das CO2 in der Erdatmosphäre verringert werden, dies kann nur durch ein sparsames Verhalten bei der Freisetzung von fossil gespeichertem CO2 und die Vergrößerung der weltweiten CO2-Abbaumöglichkeiten durch Pflanzen erfolgen. Hierzu ist z. B. die Wiederaufforstung von Wäldern sehr wichtig.

 

Tourismus und Klimaschutz

Der weltweit durch den Tourismus entstehende Anteil an allen klimaschädlichen Emissionen liegt laut der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) bei 4-9%, je nachdem welches Rechenmodell zu Grunde gelegt wird. Etwa 75 % dieser Emissionen entstehen im Tourismusbereich aus der Mobilität. Der größte Teil davon fällt bei An-und Abreise in den Urlaub an. Laut einer Umfrage des Umweltbundesamtes (2014) möchten zwei Drittel der Menschen in Deutschland ihren Urlaub umweltschonender und nachhaltiger gestalten als bisher.

Für die Zukunft birgt auch der Tourismus Potentiale, durch die Verringerung der CO2 Emissionen bei der An- und Abreise in den Urlaub zum Klimaschutz beizutragen. Verbesserungen im ÖPNV und im Schienenverkehr aber auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben können hier zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen. Aber auch der CO2-Ausgleich durch die Förderung hochwertiger Klimaschutzprojekte ist ein wichtiger Baustein dazu.

 

Wie errechnen sich die Emissionen?

Es gibt verschiedene nationale und internationale Standards, die für die Berechnung von CO2-Emissionen genutzt werden können. Die Klimapatenschaft GmbH arbeitet nach den Kriterien des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), dem international anerkanntesten und verbreitetsten Standard. Die Grundprinzipien des GHG-Protocols sind Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit. Der genutzte Klimarechner berücksichtigt neben zahlreichen Kennwerten des GHG Protocols die von den Gästen angegeben Daten. Aus eurer Postleitzahl wird die Strecke der An- und Abreise berechnet. Weitere Angaben sind die Wahl eures Verkehrsmittels und die Anzahl der reisenden Personen. Aus diesen Daten wird der möglichste exakte Emissionsausstoß eurer An- und Abreise errechnet und anschließend in CO2 Äquivalente umgerechnet. Dadurch werden zusätzlich zum CO2 alle weiteren im Kyoto-Protokoll gelisteten Treibhausgase berücksichtigt. Daraus ergeben sich die CO2-Äquivalente (CO2e).

 

Welche Projekte werden gefördert?

Sehr wichtig für einen erfolgreichen Einsatz der gesammelten Gelder ist die Auswahl der Klimaschutzprojekte. Hierbei setzt die Klimapatenschaften GmbH ausschließlich auf nach dem Gold-Standard zertifizierte, interntionale Projekte. Dabei handelt es sich um den strengsten und anerkanntesten weltweiten Standard für Klimaschutzprojekte.  

Bei den mit dem Gold-Standard zertifizierten Klimaschutzprojekten sind neben dem CO2 –Ausgleich auch soziale Faktoren in die Bewertung mit einbezogen. So wird neben der CO2-Kompensation z.B. in Entwicklungs- und Schwellenländern auch ein Beitrag zur regionalen Entwicklung im sozialen Bereich geleistet. 

Neben den Gold-Standard Projekten sollen in den nächsten Jahren von einem Teil des Geldes auch nachhaltige Klimaschutzprojekte im Bereich der Erlebnisregion Edersee unterstützt werden.

 

Beispiele für Gold-Standard Umweltprojekte, welche die Klimapatenschaften GmbH unterstützt:

Reduzierung von Rauchgas Emissionen, z. B. in Kenia:
Im Rahmen des Projektes werden pro Jahr ca. 100.000 Kochöfen produziert. Diese benötigen deutlich weniger Brennstoff als die bisherigen Kochgelegenheiten. Darüber hinaus wird eine Vielzahl an verschiedenen Wasserfiltern verteilt, damit nicht alles Wasser für den Verzehr abgekocht werden muss. Brennstoffe werden so zum einen deutlich effizienter genutzt oder im Falle der Wasserfilter sogar vollständig eingespart.

Biogasanlagen, z. B. in Indien:
Im Rahmen des Projekts werden in ländlichen Region Indiens Biogasanlagen geschaffen. Das Gas wird zum Kochen in die Haushalte geleitet. Die Biogasanlagen ersetzen die bisherigen, ineffizienten Holzöfen. So werden Treibhausgasemissionen, die beim Verbrennen von Holz entstehen, vermieden.

Windenergie, z. B. in Taiwan:
Mehreren Windparks wurden geschaffen und ersetzt die Stromproduktion durch Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen. Auf diese Weise werden dort viel weniger klimaschädliche Treibhausgase emittiert.

 

Weitere wissenswerte Informationen zu Emissionen im touristischen Reiseverkehr finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

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