E.ON Wasserkraft mit Standseilbahn
Bei Ihnen kommt der Strom aus der Steckdose? Wir zeigen Ihnen, wo er wirklich her kommt. Besuchen Sie unser modernes Infozentrum. Kraftwerksführungen sind aufgrund umfangreicher Umbau- bzw. Neubauarbeiten von 2006-2010 nur nach Absprache möglich.
Hoch hinaus: Überwinden Sie mit der Standseilbahn mühelos die 300 Höhenmeter zu den Oberbecken auf dem Peterskopf und dem Nationalpark Kellerwald-Edersee. Genießen Sie dann die herrliche Aussicht auf das Waldecker Land. Auch mit Fahrrädern möglich.
Verkehrstage: Karfreitag bis Oktober von Dienstag bis Sonntag
Bergfahrt: stündlich von 11-17 Uhr, Talfahrt: stündlich von 11.15-17.15 Uhr
Die Standseilbahn feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass senkt E.ON die Fahrpreise um einen Euro. Sonntags fahren Kinder bis 14 Jahre ab sofort kostenlos, freitags zahlen Eltern mit Kindern nur die Hälfte. Kinder unter sechs Jahren fahren ohnehin umsonst mit. Der Grundfahrpreis für eine Berg- und Talfahrt liegt 2008 bei 5,- € (Erwachsene) und 3,- € für Kinder.
Infozentrum: April bis Oktober von Dienstag bis Samstag geöffnet
E.ON Wasserkraft GmbH, Werkgruppe Edersee, Kraftwerkstraße 10, 34549 Edertal
Tel. 05623-948390 oder 05623-948293, www.eon-energie.com
Die Pumspeicherkraftwerke Waldeck I und II
Auf zwei zum Kellerwald gehörenden Bergen, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee direkt beieinander liegen und teils stark bewaldet sind, wurden zwei Oberbecken ("Hochspeicherbecken") westlich bzw. oberhalb des Affolderner Sees errichtet, der nur etwa 2,5 km unterhalb der Edertalsperre zwischen Hemfurth und Affoldern an der Eder liegt.
Sie wurden erbaut, um mit Hilfe eines steilen Gefälles über Druckrohre und Turbinen zusammengerechnet bis zu 580 MW Strom zu erzeugen. Dies geschieht in Waldeck I und II, zwei verschiedenen Pumpspeicherkraftwerken, die als so genannte Spitzenlastkraftwerke fungieren. Dazu wird Wasser bei Hemfurth aus der Eder, die bei diesem Ort in den Affolderner See übergeht, über Rohre in die Oberbecken gepumpt, um in Belastungsspitzen durch große Fallrohre wieder hinabzustürzen, damit es in den tief unten liegenden Turbinen Strom erzeugen kann. Dies ist einer der Gründe, weswegen der Stand des Wasserspiegels im Affolderner See recht unterschiedlich ist.
Die dafür benötigte Turbinenhalle wurde von 1969 bis 1974 in einer künstlich geschaffenen Höhle im Berg errichtet; daher spricht man hier von einem Kavernenkraftwerk. Die Kaverne ist etwa 100 m lang, 54 m hoch und 33 m breit.
Beide Kraftwerke - Waldeck I und II - benutzen den Affolderner See, der auch als Hochwasserausgleichsbecken dient, als Unterbecken. In die Staustufe des Sees wurde zusätzlich ein Laufwasserkraftwerk integriert.
Die Kraftwerke werden zurzeit mit einem Aufwand von 100 Mio. Euro um- bzw. neu gebaut.
Daher sind Kraftwerksbesichtigungen nur eingeschränkt möglich.




